Interessante Berichte und Informationen rund um das Thema „Arbeit und Beruf“ finden Sie aufgeführt. Projekte, die sich im Rahmen der Integrationsstrategie für den Rheingau-Taunus-Kreis auf den Weg gemacht haben, stellen sich vor.


Kompetenzfeststellung und Erstcheck im Rahmen der Integrationsstrategie des Rheingau-Taunus-Kreises

Bereits im Mai 2016 ermöglichte eine Spende der Frankfurter Stiftung CITOYEN, in drei Kommunen des Rheingau-Taunus-Kreises (Hohenstein, Hünstetten und Waldems) eine exemplarische Praxiserprobung für von Ehrenamtlichen ausgewählte Flüchtlinge in einem handwerklich-motorischen Kompetenzfeststellungsverfahren durchzuführen. Professionelle und erfahrene Multiplikatoren führten Ehrenamtliche in die Systematik der Methode ein und analysierten Stärken-und Schwächen-Profile hinsichtlich einer Ausbildungseignung. Die Ergebnisse wurden Unternehmern im Rahmen des Handwerkerstammtisches in Idstein vorgestellt, die das Verfahren positiv bewerteten und die grundsätzliche Bereitschaft ihrer Betriebe für eine  Einstellung bekundeten.     
 
Auf dieser Grundlage wurde das Projekt im Rahmen der nachhaltigen Integrationsstrategie des Rheingau-Taunus-Kreises weiterentwickelt. Die Netzwerk Leben Rhein-Main gGmbH hat von November 2016 bis Mai 2017 insgesamt 100 Flüchtlinge aus dem westlichen Untertaunus und dem Idsteiner Land in einem erweiterten Verfahren getestet, individuelle  Berufswegepläne erstellt und Zielsetzungen und Empfehlungen für die Eingliederung in Ausbildung und Arbeit formuliert.

Zentraler Bestandteil der Testung ist der Hamet 2 (anerkanntes und genormtes Verfahren zur Feststellung von handwerklich-motorischen und sozialen Kompetenzen). Die umfassenden Ergebnisse dokumentieren vorhandene berufliche Basiskompetenzen, den  Grad der Ausbildungseignung und ein Stärken-Schwächen-Profil.

Diese werden mittels eines zweiten anerkannten Verfahrens (Profilpass) um eine berufsbiographische Analyse und die Ermittlung von Schlüsselkompetenzen ergänzt. Die Teilnehmer erhalten einen Profilpass, in dem ihre Kompetenzen dokumentiert und für eine zielgerichtete Berufswegeplanung (Vermittlung in Praktika, Berufsorientierung, Berufsvorbereitung,  Ausbildung und Arbeit) verwendet werden können.  

Jörg Weber, Projektinitiator, E-Mail-Adresse: u-j.weber@t-online.de

Sandro Lo Giudice, Geschäftsführer Netzwerk Leben Rhein-Main gGmbh, sandro.lo.giudice@netzwerk-leben-online.de

Integrationsprojekt für geflüchtete Frauen (durch: Kompetenzfeststellung, Berufswegeplanung und begleitendes Mentoring im Rahmen der Integrationsstrategie des Rheingau-Taunus-Kreises)

"Kompetenzfeststellung, Berufswegeplanung und begleitendes Mentoring für geflüchtete Frauen mit Bleiberechtsperspektive im Rheingau-Taunus-Kreis" ist ein Modellprojekt der Frankfurter Stiftung CITOYEN im Rahmen der Integrationsstrategie des Rheingau-Taunus-Kreises in Kooperation mit der Netzwerk Leben Rhein-Main gGmbH, dem Rheingau-Taunus-Kreis, den beiden Beruflichen Schulen sowie anderen relevanten Akteuren in der Flüchtlingsarbeit.

Anliegen der Stiftung ist es, jungen geflüchteten Frauen eine berufliche Perspektive zu geben.

Zielgruppe sind 50 geflüchtete Frauen, darunter 35 junge Frauen aus den InteA-Klassen (Integration durch Anschluss und Abschluss) der Beruflichen Schulen. Sie durchlaufen ein anerkanntes und genormtes Testverfahren zur Feststellung von handwerklich-motorischen und sozialen Kompetenzen (hamet2). Die umfassenden Ergebnisse dokumentieren vorhandene berufliche Basiskompetenzen, den Grad der Ausbildungseignung und ein Stärken-Schwächen-Profil. Diese werden in einem zweiten anerkannten Verfahren (Profilpass) ergänzt um eine berufsbiographische Analyse und die Ermittlung von Schlüsselkompetenzen. In einem Profilpass werden die Kompetenzen dokumentiert und für eine zielgerichtete Berufswegeplanung (Vermittlung in Praktika, Berufsorientierung, Berufsvorbereitung,  Ausbildung und Arbeit) aufbereitet.
   
Die individuelle Berufswegeplanung wird durch gezielte unterstützende Maßnahmen von ausgebildeten Integrationslotsinnen im Rahmen des Mentoring begleitet und soll den geflüchteten Frauen den Aufbau eines eigenständigen und selbstbestimmten Lebens und eine gleichberechtigte Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. 

Jörg Weber, Projektinitiator,  u-j.weber@t-online.de

Sandro Lo Giudice, Geschäftsführer Netzwerk Leben Rhein-Main gGmbh, sandro.lo.giudice@netzwerk-leben-online.de

Kerstin Reimers, Projektkoordinatorin Stiftung CITOYEN, info@stiftung-citoyen.de